Über Myanmar

Geographie

Burma, Birma oder Myanmar – dies ist ein Land in Südostasien und grenzt an Indien, Bangladesch, China, Laos und Thailand. Es ist etwa zweimal so groß wie Deutschland und hat etwa 54 Millionen Einwohnern verteilt auf 135 Ethnien. Die Mehrheit der Bewohner sind Buddhisten. Etwa 4% bekennen sich zum Christentum, darüber hinaus .

Hohe Berge in den Ausläufern des Himalaya, dichte Wälder mit seltenen und wenig bekannten Pflanzen- und Tierarten, Rubinminen, unendlich weite Reisfelder, fischreiche Gewässer: Burma ist ein Land von großer Schönheit und beachtlicher Vielfalt.

Geschichte

Von den ersten bekannten Menschen in Burma, den Negritos, ist wie fast überall in Südostasien wenig erhalten geblieben. Sie wurden verdrängt und assimiliert von Einwanderungswellen aus dem Norden und Osten. In den ersten Jahrhunderten u.Z. entstanden in Zentral- und Südburma Stadtstaaten der Pyu, der Mon und der Arakanesen. Um 800 bildete sich in Zentralburma ein neues Machtzentrum: Pagan. Hier begründete starke Könige wie Anawarahta und Kyanzittha ein Reich, das durch Reisanbau, Handel und Kriegszüge erstarkte und bedeutende kulturelle Leistungen hervorbrachte. Pagan wird, obwohl multiethnisch beeinflußt, heute als Keimzelle des „burmesischen Staates“ angesehen.

Im Laufe seiner Geschichte entging Burma nicht dem Schicksal der Länder in diesem Teil der Welt. Mehrmals wurde sie besetzt: von den Mongolen, die in alten Zeiten, von den Briten im neunzehnten Jahrhundert, die sie schlicht und einfach in ihr Reich von Indien annektierten und während des Zweiten Weltkriegs von dem japanischen Reich. Dazu kommen unzählige Stammesaufstände und Kriege zwischen den verschiedenen Ethnien, die das heutige Burma bevölkern.

Das moderne Burma

1948 wurde das Land unabhängig und erlebte eine kurze demokratische Periode Heute wird das Land von einer der härtesten Diktaturen der Welt, unter der Leitung der Generäle, geführt. Durch Misswirtschaft und Boykottmaßnahmen von der Seite der USA ist Myanmar eines der ärmsten Länder der Welt. Sein Bruttosozialprodukt beträgt weniger als 622 Euro in 2001 pro Einwohner

Ein großes Problem des Staates ist der hohe Grad an Korruption. Myanmar belegt den letzten Platz in der Korruptionsstatistik der Organisation Transparency International. Ein anderes großes Problem sind die exorbitanten Ausgaben für Militär, Polizei und Geheimdienste, die seit Jahren über 50 % des Staatsbudgets ausmachen. (WIKI)

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